(und was hat das mit mir zu tun?)
Vielleicht hast du den Begriff schon mal gehört – „neurodivergent“. Klingt technisch? Ja, ein bisschen. Aber für viele Menschen – auch für mich – beschreibt er etwas sehr Persönliches.
Neurodivergent zu sein heißt:
Das eigene Gehirn funktioniert anders als das, was als „neurologische Norm“ gilt. Man denkt anders, nimmt anders wahr, verarbeitet Reize und Informationen auf eigene Weise. Oft intensiver, manchmal schneller, oft auch vernetzter.
Für manche bedeutet das AD(H)S, Autismus, Hochsensibilität, Dyskalkulie, Synästhesie oder andere neurologische Besonderheiten. Nicht im Sinne von „krank“, sondern einfach: anders verdrahtet.
Ich bin neurodivergent. Und das war nicht immer leicht – vor allem nicht in einer Welt, die sehr auf „Funktionieren“ ausgerichtet ist.
Aber: Es ist auch eine große Stärke. Mein Denken ist vernetzt, tief, wissbegierig. Ich kann mich in viele Themen gleichzeitig vertiefen, Zusammenhänge sehen, die andere vielleicht übersehen. Deshalb habe ich viele Ausbildungen gemacht – nicht, weil ich mich nicht entscheiden konnte, sondern weil ich echt hungrig bin nach Tiefe, nach Verstehen, nach Sinn.
Vielleicht merkst du das, wenn du mit mir arbeitest. Vielleicht spürst du, dass ich anders zuhöre, anders denke, anders frage.
Und vielleicht tut dir genau das gut.
Falls du selbst neurodivergent bist oder dich darin wiedererkennst: Willkommen.
Falls du einfach neugierig warst, was das heißt: Schön, dass du hier bist.